Stellenbeschreibung
Immer mehr männliche Erzieher
Auch wenn der Großteil der Fachkräfte in Kitas Frauen sind, entscheiden sich auch immer mehr Männer für diesen Beruf. 2021 waren 7,5 Prozent der Beschäftigten in der Kinderbetreuung Männer. Das sind rund 53.700 Personen. 2016 waren es noch 31.600 männliche Beschäftigte.
Wo kann ich als Erzieher arbeiten?
Als Erzieherin kannst du natürlich in erster Linie in Kindergärten und Kindertagesstätten arbeiten. Es gibt aber noch viele weitere Tätigkeitsfelder im Sozialwesen. Möglich ist zum Beispiel auch ein Job bei der Familienberatung. Hier stehst du Menschen in schwierigen familiären Situationen zur Seite. Oder du betreust Jugendliche in einer Wohngruppe. Ein weiterer Bereich, der für dich infrage kommt, ist die Tourismusbranche: Ob in Hotels oder Jugendherbergen – als Erzieher kannst du in ganz unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden.
Mögliche Einsatzorte
- - Kindertagesstätten
- - Familien- und Suchtberatungsstellen
- - Tagesstätten oder Wohnheime für Menschen mit Behinderung
- - Wohngruppen für Jugendliche
- - Schulen
- Hotels und Jugendherbergen
Wie sind die Arbeitszeiten als Erzieher?
In der Regel arbeitet man als Erzieherin oder Erzieher tagsüber von Montag bis Freitag – das hängt aber ganz davon ab, wo du arbeitest.
Bei Ganztagsangeboten wie Kinder- und Jugendwohnheimen oder Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Behinderung wird man auch außerhalb der üblichen Arbeitszeit eingesetzt – zum Beispiel können deine Schichten hier auch mal nachts oder an Sonn- und Feiertagen stattfinden. Für diese Extra-Dienste wirst du übrigens gesondert bezahlt.
Für die Ausbildung zur Erzieherin solltest du …
- … starke Nerven, Geduld und Empathie mitbringen. Das erfordert ein Job, bei dem man viel mit Menschen zu tun hat, generell.
- … eine kreative Ader haben. Ob es darum geht, mit Kindern zu basteln oder Lösungen für die Probleme von Teenagern zu finden: In diesem Beruf ist Kreativität und Spontanität gefragt.
- … durchsetzungsfähig und selbstbewusst sein. Das hilft dir beim Lösen von Konflikten zwischen Kindern oder Jugendlichen oder auch in Gesprächen mit Eltern.
- Denk aber dran: Du musst nicht alle diese Eigenschaften haben! In der Ausbildung und später im Beruf lernst du noch viel dazu und schulst deine pädagogischen Kompetenzen.
- Wie läuft die Ausbildung zum Erzieher ab?
- Für die Erzieherausbildung gibt es verschiedene Ausbildungsmodelle: Es gibt unter anderem die vollzeitschulische, die teilzeitschulische und die praxisintegrierte Ausbildung (PiA). In den einzelnen Bundesländern unterscheiden sie sich nochmal.
Vollzeitschulische Ausbildung
- findet an einer Fachschule für Sozialpädagogik, an Berufsakademien, Fachakademien oder Berufskollegs statt
- dauert in der Regel 3 Jahre
Ablauf je nach Bundesland unterschiedlich
- u.a. NRW, Bayern & Baden-Württemberg: 2 Jahre fachtheoretische Ausbildung (unbezahlt), danach 1 Jahr Berufspraktikum bzw. Anerkennungsjahr (bezahlt)
- u.a. Berlin & Brandenburg: 3 Jahre Theorie mit mehrwöchigen Praxiseinsätzen
Teilzeitschulische Ausbildung
- 3–5 Jahre Besuch einer Fachschule in Teilzeit
- danach: 1–2 Jahre Berufspraktikum
- In der Regel arbeitet man parallel im sozialen Bereich oder betreut eigene Kinder.
wird selten angeboten
Praxisintegrierte Ausbildung (PiA)
- Klassische duale Ausbildung: Du besuchst die Fachschule und hast parallel vergütete Praxiseinsätze.
- Du bist bei einer sozialpädagogischen Einrichtung angestellt, schließt einen Ausbildungsvertrag ab und arbeitest dort an ca. drei Tagen in der Woche.
- Dazu können noch Praxiseinsätze in anderen pädagogischen Einrichtungen kommen.
- Dauer: 3 Jahre
Besondere Ausbildungsformen
Es gibt noch einige besondere Ausbildungsformen. Du kannst zum Beispiel parallel zur Erzieherausbildung das Abitur machen (vier Jahre insgesamt). Es gibt auch duale Studiengänge, bei denen man ein Bachelor-Studium – zum Beispiel Sozialpädagogik – mit der Ausbildung zum Erzieher kombiniert.
Kann ich die Erzieher-Ausbildung berufsbegleitend machen?
Du kannst die Ausbildung zum Erzieher in jedem Bundesland berufsbegleitend, also in Teilzeit, absolvieren. Sie dauert dann zwischen zwei und sechs Jahre. Hier kommt es auf das jeweilige Ausbildungsmodell an und auf die Voraussetzungen, die du schon mitbringst. Besonders geeignet ist das Teilzeit-Modell für Menschen, die bereits eine andere sozialpädagogische Ausbildung gemacht und/oder die schon Kinder haben.
Die Erzieher-Ausbildung in Teilzeit kommt für dich zum Beispiel in Frage, wenn du …
… schon als Kinderpflegerin oder Sozialassistent arbeitest und dich berufsbegleitend weiterqualifizieren möchtest.
… bereits eigene Kinder hast, die du über einen längeren Zeitraum hinweg betreut hast.
… als Quereinsteiger* das Berufsfeld wechseln möchtest und durch ein Praktikum oder Ähnliches schon Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt hast.
\*Die Voraussetzungen für eine Teilzeitausbildung sind je nach Anbieter der Ausbildung unterschiedlich. Mehr Infos findest du immer in der jeweiligen Stellenanzeige.
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