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VBL Betriebsrente – Punkte, Tarife und wie viel Rente am Ende wirklich bleibt

Die VBL ist Ihre zweite Säule neben der gesetzlichen Rente. Hier erfahren Sie, wie das System funktioniert, was Sie konkret erwarten können — und wo Sie aufstocken sollten.

Auf den Punkt

Die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) ist die größte Zusatzversorgungskasse für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Wer nach TVöD oder TV-L arbeitet, ist pflichtversichert. Der Arbeitgeber zahlt im Westen 7,86 %, der Beschäftigte 1,41 % des Bruttoentgelts. Jeder Versorgungspunkt entspricht 4,00 € lebenslanger Brutto-Monatsrente. Durchschnittliche VBL-Rente 2024: rund 320 € brutto/Monat.

Was ist die VBL?

Vollform:
Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
Sitz:
Karlsruhe (Anstalt des öffentlichen Rechts)
Funktion:
Betriebliche Zusatzversorgung für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes — eine Pflichtversicherung zusätzlich zur gesetzlichen Rente.
Versicherte:
über 4,9 Millionen aktiv und im Bestand (Stand 2024) — größte Zusatzversorgungskasse Deutschlands.
Tarife:
VBLklassik (Pflicht), VBLextra (freiwillig kapitalgedeckt), VBLdynamik (freiwillig fondsbasiert)
Rechtsgrundlage:
Tarifvertrag Altersversorgung (ATV), VBL-Satzung

Wer ist VBL-pflichtversichert?

Pflichtversichert sind grundsätzlich alle Beschäftigten bei einem VBL-beteiligten Arbeitgeber — unabhängig davon, ob in Voll- oder Teilzeit. Heißt konkret:

Beschäftigte des Bundes (TVöD Bund)
Beschäftigte der Länder, außer Hamburg und Saarland (TV-L)
Bundesagentur für Arbeit
Viele kommunale Einrichtungen (sofern VBL-Beteiligung)
Beschäftigte an Universitäten und Forschungseinrichtungen
Auszubildende im öffentlichen Dienst
Beschäftigte im Bereich Bildung (Lehrer im Tarifbereich)
Mitarbeiter in Krankenhäusern und Kliniken in öffentlicher Trägerschaft
Wichtig: Beamte sind nichtVBL-pflichtversichert — sie erhalten eine Pension nach dem Beamtenversorgungsgesetz. Auch Hamburg und das Saarland nutzen eigene Zusatzversorgungseinrichtungen. Kommunale Arbeitgeber sind häufiger bei einer ZVK (Zusatzversorgungskasse) statt bei der VBL — das System funktioniert aber nach den gleichen Regeln.

VBLklassik vs. VBLextra vs. VBLdynamik — der Tarif-Vergleich

Die VBL betreibt drei unterschiedliche Tarife. VBLklassik ist die Pflicht— VBLextra und VBLdynamik sind freiwillige Aufstockungen per Entgeltumwandlung. In der Praxis: Wer wirklich auf Lebensstandard im Ruhestand zielt, kommt um eine Kombi nicht herum.

KriteriumVBLklassikVBLextraVBLdynamik
ModellUmlagefinanziert (Pflicht)Kapitalgedeckt (freiwillig)Fondsbasiert (freiwillig)
Wer zahlt?Arbeitgeber + BeschäftigterBeschäftigter (Entgeltumwandlung)Beschäftigter (Entgeltumwandlung)
Beitrag7,86 % AG / 1,41 % AN (West)Frei wählbar (max. BBG)Frei wählbar (max. BBG)
GarantiePunktezusage, lebenslangBeitragsgarantieKeine Garantie, Renditechance
Steuer/SV-VorteilBeiträge teils steuerfrei (§ 3 Nr. 56 EStG)Förderung nach § 3 Nr. 63 EStGFörderung nach § 3 Nr. 63 EStG
RentenphaseLebenslange RenteLebenslange Rente oder KapitalauszahlungLebenslange Rente oder Kapitalauszahlung

Stand 2026, Beitragsätze West. Quelle: VBL Satzung, ATV.

Beitragsstruktur 2026 — wer zahlt wie viel?

Die Pflichtbeiträge zur VBLklassik werden zwischen Arbeitgeber und Beschäftigtem geteilt — wobei der Arbeitgeber deutlich mehr trägt. Heißt konkret: ein TVöD-Beschäftigter im Westen mit 4.000 € Bruttogehalt zahlt selbst rund 56 € in die VBL, der Arbeitgeber legt 314 € drauf. In der Privatwirtschaft müsste man für das gleiche Niveau monatlich dreistellig in eine private Rentenversicherung einzahlen.

Beitragsbemessung: VBL West vs. VBL Ost

AspektWest (Abrechnungsverband West)Ost (Abrechnungsverband Ost)
Pflichtbeitrag Arbeitgeber7,86 %2,00 %
Pflichtbeitrag Arbeitnehmer1,41 %1,00 %
Sanierungsgeld AGja (variabel)nein
Bezugsgröße BBG (West/Ost 2026)96.600 €96.600 €
Punktewert Referenzentgelt1.000 € = 4 Punkte1.000 € = 4 Punkte
BundesländerAlte BL + Berlin (West-Tarif)Brandenburg, MV, Sachsen, S.-Anh., Thüringen

Stand 2026. Sanierungsgeld variiert je nach Arbeitgeber-Gruppe. Quelle: VBL — VBLklassik.

Wie funktioniert die VBL-Punkteberechnung? (5 Schritte)

Die VBLklassik arbeitet mit einem Punktesystem statt mit Beitragskonten. Ihre Versorgungspunkte sind die alleinige Grundlage für die spätere Rentenhöhe. So entstehen sie:

1

Zusatzversorgungspflichtiges Entgelt ermitteln

Bruttojahresgehalt inkl. Jahressonderzahlung und tariflicher Zulagen. Maximalgrenze: Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (West 2026: 96.600 €).

2

Durch Referenzentgelt teilen

Jahresentgelt ÷ 12.000 € (Referenzentgelt × 12 Monate). Ein TVöD-Gehalt von 54.000 € im Jahr ergibt einen Punktwert von 4,5 vor Altersfaktor.

3

Altersfaktor multiplizieren

Der Altersfaktor ist eine versicherungsmathematische Größe und sinkt mit zunehmendem Alter. Mit 25: 3,1. Mit 35: 2,0. Mit 45: 1,3. Mit 55: 0,9. Mit 65: 0,6.

4

Punkte über alle Beschäftigungsjahre summieren

Wiederholen Sie Schritt 1–3 für jedes Beschäftigungsjahr. Elternzeit, Erwerbsminderung und Bonuspunkte (Überschüsse der VBL) erhöhen die Summe zusätzlich.

5

Punkte × 4,00 € = monatliche Brutto-Rente

Jeder Versorgungspunkt entspricht 4,00 € monatlicher Brutto-Rente — lebenslang. 500 Punkte = 2.000 € jährlich? Nein: die Formel ergibt direkt 500 × 4,00 € = 2.000 € jährlich, also rund 167 € monatlich. Die VBL nennt diesen Multiplikator den Messbetrag.

Praxis-Beispiel: Wie hoch wird Sandras VBL-Rente?

Sandra, 35 Jahre alt, arbeitet als Verwaltungsfachwirtin bei der Stadt Münster. Eingruppierung TVöD E10 Stufe 3. Bruttogehalt aktuell 4.300 €/Monat, mit Jahressonderzahlung im Schnitt 4.575 €/Monat aufs Jahr gerechnet (55.000 € Jahresentgelt). Sandra hat seit ihrem Studienabschluss mit 25 in der Verwaltung gearbeitet — wird also 35 Jahre VBL-pflichtversichert gewesen sein, wenn sie regulär mit 60 in Rente geht (Renteneintritt bei 67 wäre Jahrgang 1990).

Vereinfachte Modellrechnung (konstantes Gehaltsniveau, ohne Bonuspunkte):

  • • Jahresentgelt 55.000 € / 12.000 € = 4,58 Punkte/Jahr vor Altersfaktor
  • • Durchschnittlicher Altersfaktor über 35 Jahre Beschäftigung ≈ 1,5
  • • Versorgungspunkte gesamt: 4,58 × 1,5 × 35 = ~240 Punkte
  • • Monatliche Brutto-VBL-Rente: 240 × 4,00 € = ~960 € / Jahr = ~80 € / Monat

Hinweis: Diese Beispielrechnung dient der Veranschaulichung. Echte VBL-Renten liegen durch Bonuspunkte (Überschüsse), Gehaltssteigerungen und soziale Komponenten typisch höher. Bei TVöD-Karriere mit Aufstieg auf E12/E13 sind 200–400 €/Monat VBL-Rente realistisch.

Sandras Hebel: Mit zusätzlich 100 € pro Monat in VBLextra (steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG) baut sie bis zum Renteneintritt eine ergänzende Kapital-Rente von ca. 150–250 €/Monat auf — bei minimalem Netto-Aufwand, weil Steuern und Sozialabgaben gespart werden.

Voraussetzungen für den Rentenbeginn

Wartezeit erfüllt (60 Beitragsmonate / 5 Jahre)
Bezug einer gesetzlichen Rente (Alters- oder Erwerbsminderungsrente)
Antrag bei der VBL gestellt (online über Meine VBL)
Frühest mögliches Renteneintrittsalter: 63 (mit Abschlägen bis 10,8 %)
Regelaltersgrenze: 67 (Jahrgang 1964 und jünger)
Sonderfall Schwerbehinderung: Renteneintritt 2 Jahre früher möglich

Versorgungsleistungen der VBL im Überblick

Die VBL zahlt nicht nur Altersrente. Vier Leistungsarten gehören zum Standardpaket:

Betriebliche Altersrente

Lebenslange monatliche Rente ab Regelaltersgrenze (aktuell 67) oder mit Abschlägen ab 63. Höhe richtet sich nach gesammelten Versorgungspunkten.

Erwerbsminderungsrente

Wenn die gesetzliche Rentenversicherung eine volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente bewilligt, zahlt die VBL ergänzend — auch bei kurzer Wartezeit.

Hinterbliebenenrente

Witwen-/Witwerrente (60 % der Anwartschaft) und Halb-/Vollwaisenrente (10–20 %). Eingetragene Lebenspartnerschaften sind gleichgestellt.

Abfindung

Kleine Anwartschaften (< 36,15 € Rente/Monat in 2026) werden bei Rentenbeginn als Einmalzahlung abgefunden statt monatlich gezahlt.

Steuer und Sozialabgaben — was bleibt netto?

Die VBL-Rente wird in der Auszahlungsphase nachgelagert versteuert(§ 22 Nr. 5 EStG). Da Beiträge ab 2008 weitgehend steuerfrei aufgebaut wurden, ist die Rente später voll mit dem persönlichen Steuersatz steuerpflichtig.

Zusätzlich fallen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung(allgemeiner Beitragssatz 14,6 % + Zusatzbeitrag der Kasse ≈ 1,7 %) und Pflegeversicherung (3,4 % bzw. 4,0 % für Kinderlose) an. Diese werden direkt von der VBL einbehalten.

In der Praxis: von 300 € Brutto-VBL bleiben je nach Steuersatz 220–260 € netto. Genau deshalb ist die zusätzliche Aufstockung über VBLextra in der Ansparphase oft so attraktiv: Steuern und Sozialabgaben werden in die Auszahlungsphase verschoben, wenn der Grenzsteuersatz typischerweise niedriger liegt.

Was passiert bei Jobwechsel? Unverfallbarkeit und Übertragung

Sobald Sie aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden, ruht Ihre VBL-Anwartschaft — vorausgesetzt, sie ist unverfallbar. Das ist der Fall, wenn:

Wartezeit erfüllt (60 Beitragsmonate) — oder
Mindestens 21 Jahre alt und 3 Jahre versichert
Bei Wechsel zu VBL-/ZVK-beteiligtem AG: nahtlose Fortführung
Bei Wechsel in Privatwirtschaft: Anwartschaft bleibt erhalten, wächst aber nicht weiter

Tipp: Bei einem Wechsel in den öffentlichen Dienst eines anderen Bundeslandes oder zu einem kommunalen Arbeitgeber kann die Versicherung in der Regel per Tarifvertrag-Übertragung nahtlos fortgesetzt werden. Sprechen Sie das vor Vertragsunterzeichnung mit der Personalabteilung ab.

VBL aufstocken — wann lohnt sich VBLextra?

Die VBLklassik allein reicht für die meisten Beschäftigten nicht aus, um den Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Wer mit 320 € durchschnittlicher VBL-Rente rechnet und parallel auf 1.500–2.200 € gesetzliche Rente kommt, hat eine Versorgungslücke von schnell 800–1.500 € pro Monat gemessen am letzten Netto. VBLextra und VBLdynamik sind die naheliegende Ergänzung.

VBLextra lohnt sich, wenn …

  • • Sie Wert auf Beitragsgarantie legen
  • • Steuerersparnis in der Ansparphase wichtig ist
  • • Sie noch 15+ Jahre bis zur Rente haben
  • • Sie keine eigene fondsgebundene Vorsorge wollen

VBLdynamik passt, wenn …

  • • Sie höhere Renditechance bevorzugen
  • • Anlagehorizont mindestens 20 Jahre beträgt
  • • Schwankungen aushaltbar sind
  • • Sie auf eine Beitragsgarantie verzichten können

Kritik an der VBL — was Sie wissen sollten

Die VBL ist kein perfektes System. Drei Punkte werden regelmäßig kritisiert:

Intransparente Punkte

Versorgungspunkte sind ohne Vorkenntnisse schwer einzuschätzen. Eine konkrete Rentenprognose erhalten Sie nur durch die jährliche Renteninformation der VBL.

Sanierungsgeld West

Arbeitgeber im Westen zahlen zusätzlich Sanierungsgeld zur Finanzierung von Altzusagen — ein Indiz für strukturelle Finanzierungsprobleme der Umlage.

Inflation

Punktewert (4,00 €) und Anwartschaften werden nicht automatisch inflationsangepasst. Tarifverhandlungen müssen Anpassungen explizit beschließen.

Fazit: Die VBL ist ein solider Baustein — aber kein Komplettpaket

Die VBLklassik liefert Ihnen ohne Eigenaufwand eine lebenslange Zusatzrente und ergänzt die gesetzliche Rente sinnvoll. Für den Lebensstandard im Ruhestand reicht sie aber meistens nicht. Wer im öffentlichen Dienst bleibt, sollte die freiwillige Aufstockung über VBLextra oder VBLdynamik ernsthaft prüfen — bei 100 € monatlich, steuer- und sozialabgabenfrei, ergeben sich schnell 150–250 € zusätzliche Monatsrente.

Detaillierte Tarifinformationen direkt von der VBL: vbl.de/vblklassik. Tarifvertrag Altersversorgung: über ver.di.

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Häufige Fragen zur VBL Betriebsrente

Was ist die VBL und warum bin ich pflichtversichert?
Die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) ist die größte Zusatzversorgungskasse für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Deutschland. Wer einen Arbeitsvertrag nach TVöD oder TV-L mit einem VBL-beteiligten Arbeitgeber (Bund, Länder außer Hamburg/Saarland, Bundesagentur, viele kommunale Einrichtungen) hat, ist automatisch pflichtversichert. Grundlage ist der Tarifvertrag Altersversorgung (ATV) — eine eigene Entscheidung des Beschäftigten ist nicht erforderlich und auch nicht möglich.
Wie hoch wird meine VBL-Rente sein?
Die durchschnittliche VBL-Rente liegt 2024 bei rund 320 € brutto pro Monat (Quelle: VBL Geschäftsbericht). Spannweite: 50 € (kurze Beschäftigung, niedrige Entgeltgruppe) bis über 1.000 € (40+ Jahre, höhere Eingruppierung). Faustregel: pro 1.000 € Brutto-Entgelt und Jahr ergeben sich etwa 4 Versorgungspunkte. 30 Jahre TVöD E10 mit 4.500 € Schnittgehalt → ca. 540 Punkte → ca. 216 € VBL-Rente/Monat. Wer früh hoch eingruppiert ist und durchgängig arbeitet, kommt deutlich darüber.
Wann kann ich die VBL-Rente beziehen?
Die VBL-Rente startet, sobald die gesetzliche Rente beginnt — also frühestens mit 63 (Abschläge bis zu 10,8 %), regulär mit Erreichen der Regelaltersgrenze (67 Jahre für Jahrgang 1964 und jünger). Voraussetzung ist außerdem eine Wartezeit von 60 Beitragsmonaten (5 Jahre). Bei voller Erwerbsminderung greift die VBL auch früher.
Was sind VBL-Punkte und wie werden sie berechnet?
Versorgungspunkte sind die Rechnungseinheit der VBLklassik. Formel: (zusatzversorgungspflichtiges Entgelt ÷ Referenzentgelt 1.000 €) × Altersfaktor. Beispiel: 4.500 € Bruttogehalt im Monat × 12 = 54.000 € Jahresentgelt. Geteilt durch 12.000 € (= 1.000 € × 12) = 4,5. Mit dem Altersfaktor 1,0 (typisch zwischen 35–45 Jahren) ergibt das 4,5 Versorgungspunkte pro Jahr. Jeder Punkt = 4,00 € monatliche Rente bei Renteneintritt. Detail-Beispiel weiter unten.
Was ist der Unterschied zwischen VBL und gesetzlicher Rente?
Die gesetzliche Rente ist die staatliche Basisversorgung (1. Säule), die VBL ist die betriebliche Zusatzversorgung (2. Säule) — vergleichbar mit einer Betriebsrente in der Privatwirtschaft. Beide laufen parallel: Gesetzliche Rente wird über die Deutsche Rentenversicherung bezahlt, die VBL-Rente kommt zusätzlich oben drauf. Während die gesetzliche Rente mit ca. 48 % Nettorentenniveau plant, ergänzt die VBL um typisch 5–15 % des letzten Bruttos.
Kann ich die VBL freiwillig aufstocken (VBLextra)?
Ja. Mit VBLextra (kapitalgedeckt) oder VBLdynamik (fondsbasiert) lässt sich per Entgeltumwandlung zusätzlich vorsorgen. Beiträge bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (2026: ca. 644 € monatlich) sind steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG und bis 4 % BBG zusätzlich sozialversicherungsfrei. VBLextra bietet Beitragsgarantie, VBLdynamik höhere Renditechance ohne Garantie.
Was passiert mit meiner VBL bei Jobwechsel in die Privatwirtschaft?
Die bis dahin erworbenen Punkte bleiben unverfallbar, sofern die Wartezeit (60 Monate) erfüllt war oder mindestens 21 Jahre alt + 3 Jahre Beschäftigung. Die Anwartschaft ruht, wächst aber nicht mehr. Bei Renteneintritt wird sie auf Basis der bis dahin gesammelten Punkte ausgezahlt. Bei Wechsel zu einem anderen VBL-beteiligten oder ZVK-beteiligten Arbeitgeber läuft die Versicherung nahtlos weiter (Tarifvertrag-Übertragung).
Wird die VBL-Rente versteuert?
Ja. Die VBL-Rente ist nachgelagert steuerpflichtig (§ 22 Nr. 5 EStG): Da Beiträge ab 2008 weitgehend steuerfrei aufgebaut wurden, wird die Rente später voll versteuert. Hinzu kommen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (ca. 11,4 % + ggf. Zusatzbeitrag) — die VBL behält diese direkt ein. Netto bleiben von 300 € VBL-Brutto je nach Steuersatz ca. 220–250 €.