TVöD Stufenlaufzeit – Wann steigt mein Gehalt?
Im TVöD steigt Ihr Gehalt automatisch durch Stufenaufstiege. Hier sind alle Laufzeiten.
Stufenlaufzeiten nach § 16 TVöD
Beispielgehalt: Entgeltgruppe E9b
| Stufe | Erreicht nach | Verweildauer | E9b Gehalt | Plus |
|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Bei Einstellung | 1 Jahr | 3.566 € | — |
| Stufe 2 | Nach 1 Jahr | 2 Jahre | 3.814 € | +248 € |
| Stufe 3 | Nach 3 Jahren | 3 Jahre | 3.980 € | +166 € |
| Stufe 4 | Nach 6 Jahren | 4 Jahre | 4.178 € | +198 € |
| Stufe 5 | Nach 10 Jahren | 5 Jahre | 4.498 € | +320 € |
| Stufe 6 | Nach 15 Jahren | Endstufe | 4.672 € | +174 € |
Quelle: § 16 TVöD-VKA. E9b-Beispiel zeigt Monatsbrutto pro Stufe.
Ihre Gehaltsentwicklung über 15 Jahre (E9b)
Gesamter Gehaltsanstieg von Stufe 1 zu 6: +1.106 € / Monat = +31% Steigerung
Wie funktionieren die Stufenaufstiege?
Jede Entgeltgruppe im TVöD hat 6 Erfahrungsstufen. Der Aufstieg erfolgt automatisch nach Ablauf der Stufenlaufzeit — vorausgesetzt, die Leistung ist mindestens durchschnittlich. In der Praxis werden Leistungsbewertungen selten durchgeführt, sodass der Aufstieg de facto garantiert ist.
Anrechnung von Berufserfahrung
Bei der Einstellung können Arbeitgeber einschlägige Berufserfahrung berücksichtigen und Beschäftigte direkt in eine höhere Stufe einordnen. Dies ist besonders für Quereinsteiger relevant: Wer 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung mitbringt, kann direkt in Stufe 3 oder 4 einsteigen.
Tipp: Verhandeln Sie die Stufenzuordnung!
Die Stufenzuordnung ist der einfachste Weg, Ihr Einstiegsgehalt im öffentlichen Dienst zu erhöhen. Der Unterschied zwischen Stufe 1 und Stufe 3 beträgt je nach Entgeltgruppe 300-600 € pro Monat. Fragen Sie im Vorstellungsgespräch aktiv nach der Anrechnung Ihrer Berufserfahrung.