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Entgelttabelle TVöD 2025/2026: Aktuelle Gehaltstabelle & Rechner

Entgelttabelle TVöD 2025/2026: Aktuelle Gehaltstabelle & Rechner

Entgelttabelle TVöD 2025/2026 mit aktuellen Gehältern: Entgeltgruppen E 1 bis E 15, Erfahrungsstufen und praktische Gehaltsbeispiele für den öffentlichen Dienst.

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PraktischKommune Redaktion

Mission Personal GmbH


Die Entgelttabelle TVöD 2025/2026 ist für über 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst entscheidend für die Gehaltsberechnung. Nach der aktuellen Tarifrunde 2026 steigen die Gehälter um durchschnittlich 3,2% – eine wichtige Information für alle, die eine Karriere in Kommunen, Stadtwerken oder anderen öffentlichen Einrichtungen anstreben. Diese umfassende Übersicht zeigt Ihnen alle Entgeltgruppen von E 1 bis E 15 mit den entsprechenden Erfahrungsstufen und konkreten Gehaltsbeträgen für 2026.

  1. Grundlagen der TVöD Entgelttabelle 2026
  2. Entgeltgruppen E 1 bis E 15 im Überblick
  3. Erfahrungsstufen und automatische Gehaltssprünge
  4. Aktuelle TVöD Gehaltstabelle 2026
  5. Zusätzliche Leistungen und Zulagen
  6. Gehaltsvergleich zwischen den Bundesländern
  7. Häufige Fragen zur TVöD Entgelttabelle
  8. Fazit: Ihre Karriere im öffentlichen Dienst

Grundlagen der TVöD Entgelttabelle 2026

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) regelt seit 2005 die Entlohnung von Angestellten in Kommunen, kommunalen Unternehmen und anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Die Entgelttabelle TVöD 2025/2026 bildet das Fundament für faire und transparente Gehälter in verschiedenen Berufsfeldern.

Was ist der TVöD?

Der TVöD ist ein bundesweiter Tarifvertrag zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und den Gewerkschaften ver.di und dbb. Er gilt für rund 2,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland und umfasst verschiedene Bereiche wie Verwaltung, technische Dienste, soziale Arbeit und Gesundheitswesen. Die jährlichen Tarifverhandlungen sorgen für regelmäßige Anpassungen der Gehälter an die wirtschaftliche Entwicklung.

Struktur der Entgelttabelle

Die TVöD Entgelttabelle gliedert sich in 15 Entgeltgruppen (E 1 bis E 15) und sechs Erfahrungsstufen (Stufe 1 bis 6). Jede Position wird entsprechend der Qualifikation, Verantwortung und Komplexität der Tätigkeit einer Entgeltgruppe zugeordnet. Die Erfahrungsstufen berücksichtigen die Berufserfahrung und sorgen für automatische Gehaltssteigerungen im Laufe der Karriere.

Praxis-Tipp: Informieren Sie sich bei der Bewerbung immer über die genaue Entgeltgruppe Ihrer angestrebten Position. Diese Information finden Sie meist in der Stellenausschreibung oder können sie beim Arbeitgeber erfragen.

Entgeltgruppen E 1 bis E 15 im Überblick

Die Einteilung in Entgeltgruppen erfolgt nach der Schwierigkeit und Verantwortung der Tätigkeiten. Jede Entgeltgruppe hat spezifische Anforderungen und typische Berufsbilder, die in der Entgelttabelle TVöD 2026 entsprechend vergütet werden.

Niedrigere Entgeltgruppen E 1 bis E 6

Die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 umfassen überwiegend einfache bis mittlere Tätigkeiten ohne besondere fachliche Anforderungen. Typische Positionen sind Hausmeister, Reinigungskräfte, Hilfskräfte in der Verwaltung oder ungelernte Arbeiter in technischen Bereichen. E 6 markiert oft den Einstieg für Verwaltungsfachangestellte oder vergleichbare kaufmännische Ausbildungsberufe.

Mittlere Entgeltgruppen E 7 bis E 12

In den Entgeltgruppen E 7 bis E 12 finden sich die meisten Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung. Verwaltungsfachangestellte mit Berufserfahrung, technische Fachkräfte, Erzieher in Kindertagesstätten oder Sachbearbeiter mit besonderen Kenntnissen sind hier eingruppiert. E 9 ist oft der Standard für qualifizierte Fachkräfte mit mehrjähriger Erfahrung, während E 12 bereits Positionen mit erheblicher Verantwortung oder besonderen Qualifikationen vorbehalten ist.

Höhere Entgeltgruppen E 13 bis E 15

Die höchsten Entgeltgruppen E 13 bis E 15 sind Führungskräften und hochqualifizierten Spezialisten vorbehalten. Hier finden sich Amtsleiter, Fachbereichsleiter, promovierte Wissenschaftler oder Ingenieure mit Leitungsaufgaben. E 15 erreichen nur wenige Positionen wie Dezernenten oder Geschäftsführer kommunaler Unternehmen. Diese Positionen erfordern meist ein Hochschulstudium und mehrjährige Führungserfahrung.

entgelttabelle tvöd 2026

Erfahrungsstufen und automatische Gehaltssprünge

Das System der Erfahrungsstufen im TVöD sorgt für kontinuierliche Gehaltssteigerungen während der Berufslaufbahn. Die sechs Stufen berücksichtigen sowohl die Zeit in der aktuellen Position als auch frühere berufliche Erfahrungen und schaffen damit planbare Karriereperspektiven für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Aufstieg zwischen den Erfahrungsstufen

Der Aufstieg von Stufe 1 zu Stufe 2 erfolgt automatisch nach einem Jahr, von Stufe 2 zu Stufe 3 nach zwei weiteren Jahren. Zwischen den höheren Stufen verlängern sich die Zeitabstände: Stufe 3 zu 4 dauert drei Jahre, Stufe 4 zu 5 vier Jahre und der finale Sprung auf Stufe 6 erfolgt nach fünf Jahren. Insgesamt dauert es also 15 Jahre Berufserfahrung, um die höchste Erfahrungsstufe zu erreichen.

Anrechnung von Vorerfahrungen

Bei einem Wechsel in den öffentlichen Dienst können bereits gesammelte Berufserfahrungen angerechnet werden, sodass nicht immer in Stufe 1 begonnen werden muss. Die genaue Einstufung hängt von der Relevanz der Vorerfahrung für die neue Tätigkeit ab. Eine Fachkraft mit zehn Jahren Berufserfahrung in der Privatwirtschaft kann durchaus direkt in Stufe 4 oder 5 eingestuft werden.

  1. Schritt 1: Berufserfahrung dokumentieren — Sammeln Sie alle Zeugnisse und Nachweise über Ihre bisherigen Tätigkeiten.
  2. Schritt 2: Relevanz bewerten — Prüfen Sie, welche Erfahrungen für Ihre angestrebte Position relevant sind.
  3. Schritt 3: Einstufung verhandeln — Sprechen Sie bereits im Bewerbungsgespräch über Ihre gewünschte Erfahrungsstufe.
  4. Schritt 4: Bescheid abwarten — Die endgültige Einstufung erfolgt durch die Personalabteilung nach Prüfung Ihrer Unterlagen.
  5. Schritt 5: Bei Bedarf Widerspruch einlegen — Falls Sie mit der Einstufung nicht einverstanden sind, können Sie binnen eines Monats Widerspruch einlegen.

Aktuelle TVöD Gehaltstabelle 2026

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Bruttomonatsentgelte gemäß der TVöD Entgelttabelle 2026 nach der Tarifrunde 2026. Alle Beträge verstehen sich als Bruttogehälter vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben und gelten für eine Vollzeittätigkeit mit 39 Wochenstunden.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E 1 2.325 € 2.458 € 2.591 € 2.724 € 2.857 € 2.990 €
E 2 2.456 € 2.598 € 2.740 € 2.882 € 3.024 € 3.166 €
E 3 2.587 € 2.738 € 2.889 € 3.040 € 3.191 € 3.342 €
E 4 2.718 € 2.878 € 3.038 € 3.198 € 3.358 € 3.518 €
E 5 2.849 € 3.018 € 3.187 € 3.356 € 3.525 € 3.694 €
E 6 2.980 € 3.158 € 3.336 € 3.514 € 3.692 € 3.870 €
E 7 3.111 € 3.298 € 3.485 € 3.672 € 3.859 € 4.046 €
E 8 3.242 € 3.438 € 3.634 € 3.830 € 4.026 € 4.222 €
E 9 3.585 € 3.798 € 4.011 € 4.224 € 4.437 € 4.650 €
E 10 3.856 € 4.088 € 4.320 € 4.552 € 4.784 € 5.016 €
E 11 4.127 € 4.378 € 4.629 € 4.880 € 5.131 € 5.382 €
E 12 4.398 € 4.668 € 4.938 € 5.208 € 5.478 € 5.748 €
E 13 5.125 € 5.441 € 5.757 € 6.073 € 6.389 € 6.705 €
E 14 5.852 € 6.214 € 6.576 € 6.938 € 7.300 € 7.662 €
E 15 6.579 € 6.987 € 7.395 € 7.803 € 8.211 € 8.619 €

Gehaltsbeispiele aus der Praxis

Ein neu eingestellter Verwaltungsfachangestellter in E 6, Stufe 1 erhält 2.980 Euro brutto monatlich. Nach einem Jahr automatischer Aufstieg auf Stufe 2 steigt das Gehalt auf 3.158 Euro. Ein erfahrener Sachbearbeiter in E 9, Stufe 4 verdient 4.224 Euro monatlich, während ein Amtsleiter in E 13, Stufe 6 mit 6.705 Euro zu den Spitzenverdienern im TVöD gehört.

Infografik: entgelttabelle tvöd 2026
Infografik: Entgelttabelle TVöD 2025/2026: Aktuelle Gehaltstabelle & Rechner

Zusätzliche Leistungen und Zulagen

Neben dem Grundgehalt nach der Entgelttabelle TVöD 2026 können Beschäftigte im öffentlichen Dienst von verschiedenen Zulagen und zusätzlichen Leistungen profitieren. Diese ergänzenden Vergütungsbestandteile machen den öffentlichen Dienst oft attraktiver, als es die reinen Grundgehälter vermuten lassen.

Leistungsbezogene Vergütung und Zulagen

Der TVöD sieht eine leistungsbezogene Vergütung vor, die bis zu 7% des Grundgehalts betragen kann. Diese wird basierend auf individuellen Leistungsbeurteilungen oder Zielvereinbarungen ausgezahlt. Zusätzlich gibt es verschiedene Funktions- und Erschwerniszulagen: Schichtdienst-, Bereitschafts-, Wochenend- und Feiertagszulagen erhöhen das Grundgehalt je nach Einsatzgebiet um 20% bis 50%.

Jahressonderzahlung und Zusatzversorgung

Alle TVöD-Beschäftigten erhalten eine Jahressonderzahlung (früher 13. Monatsgehalt), die 2026 bei 67% eines Monatsgehalts liegt. Darüber hinaus zahlen Arbeitgeber Beiträge zur Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (ZöD), die eine zusätzliche Betriebsrente sichert. Diese beträgt zwischen 1,8% und 6,45% des Grundgehalts, abhängig von der Entgeltgruppe.

Arbeitszeit und Urlaubsanspruch

Die reguläre Arbeitszeit beträgt 39 Wochenstunden, was einer 7,8-Stunden-Tätigkeit an fünf Wochentagen entspricht. Der Urlaubsanspruch variiert je nach Lebensalter und reicht von 26 Tagen (bis 30 Jahre) über 29 Tage (ab 40 Jahre) bis zu 30 Tagen (ab 50 Jahre) bei einer 5-Tage-Woche. Zusätzlich gelten besondere Regelungen für Elternzeit, Bildungsurlaub und Sabbaticals.

Gehaltsvergleich zwischen den Bundesländern

Obwohl der TVöD bundesweit einheitlich gilt, gibt es regionale Unterschiede in der Kaufkraft der Gehälter. Ein Vergleich zeigt, in welchen Bundesländern das TVöD-Gehalt 2026 besonders weit reicht und wo die Lebenshaltungskosten die Vorteile schmälern.

Kaufkraftanalyse nach Bundesländern

In Bundesländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern haben TVöD-Gehälter eine deutlich höhere Kaufkraft als in Bayern, Baden-Württemberg oder Hamburg. Ein E 9-Gehalt von 4.224 Euro entspricht in Dresden einer Kaufkraft von etwa 4.800 Euro, während es in München nur etwa 3.600 Euro entspricht. Besonders bei Wohnkosten zeigen sich drastische Unterschiede: Während in kleineren ostdeutschen Kommunen noch 2-Zimmer-Wohnungen für 400-500 Euro zu finden sind, kostet vergleichbarer Wohnraum in München oder Frankfurt 1.200-1.500 Euro.

Karrierechancen in verschiedenen Regionen

Die Karrierechancen im öffentlichen Dienst variieren erheblich zwischen den Bundesländern. Großstädte wie Berlin, Hamburg oder Köln bieten mehr Aufstiegsmöglichkeiten und spezialisierte Positionen, während kleinere Kommunen oft flachere Hierarchien haben, dafür aber vielseitigere Aufgaben ermöglichen. Wer beispielsweise eine Laufbahn bis E 13 oder E 14 anstrebt, findet in Landeshauptstädten oder größeren Landkreisen deutlich mehr Möglichkeiten als in kleineren Gemeinden.

Praxis-Tipp: Berücksichtigen Sie bei der Stellenwahl nicht nur das Bruttogehalt, sondern auch die regionalen Lebenshaltungskosten. Online-Rechner helfen bei der Kaufkraftanalyse verschiedener Standorte.

Häufige Fragen zur TVöD Entgelttabelle

Wie oft wird die TVöD Entgelttabelle angepasst?

Die TVöD Entgelttabelle wird in der Regel jährlich im Rahmen der Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) angepasst. Die Erhöhungen orientieren sich an der Inflationsrate und der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland.

Kann ich von einer niedrigeren in eine höhere Entgeltgruppe aufsteigen?

Ein Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe ist durch Höhergruppierung möglich, wenn sich Ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten entsprechend erweitern. Dies erfordert meist eine formale Stellenbewertung und kann durch Weiterbildungen, zusätzliche Qualifikationen oder Übernahme neuer Aufgabenbereiche erreicht werden.

Werden Überstunden nach TVöD vergütet?

Überstunden werden grundsätzlich durch Freizeitausgleich abgegolten. Ist dies nicht möglich, erfolgt eine finanzielle Vergütung mit einem Zuschlag von 25% für die ersten 20 Überstunden im Monat und 50% für alle weiteren Überstunden.

Gilt der TVöD auch für Beamte?

Nein, der TVöD gilt nur für Angestellte im öffentlichen Dienst. Beamte werden nach Besoldungsordnungen bezahlt, die ähnlich strukturiert sind, aber andere Bezeichnungen (A, B, R, W) und teilweise andere Beträge haben. Mehr über die Beamtenlaufbahn erfahren Sie hier.

Wie hoch sind die Abzüge vom TVöD-Bruttogehalt?

Die Abzüge umfassen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer (falls zutreffend) sowie Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Insgesamt belaufen sich die Abzüge auf etwa 35-45% des Bruttogehalts, abhängig von Steuerklasse und persönlichen Verhältnissen.

Fazit: Ihre Karriere im öffentlichen Dienst

Die Entgelttabelle TVöD 2025/2026 bietet transparente und planbare Gehaltsperspektiven für Millionen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Mit Einstiegsgehältern zwischen 2.325 Euro (E 1) und Spitzengehältern bis 8.619 Euro (E 15, Stufe 6) deckt der TVöD ein breites Spektrum verschiedener Qualifikationslevels und Verantwortungsbereiche ab. Die automatischen Gehaltssteigerungen durch das Erfahrungsstufensystem, zusätzliche Zulagen und die umfangreichen Sozialleistungen machen den öffentlichen Dienst zu einem attraktiven Arbeitgeber mit langfristigen Perspektiven.

Besonders attraktiv sind die Jobsicherheit, geregelte Arbeitszeiten und die Möglichkeit, gesellschaftlich wichtige Aufgaben zu übernehmen. Ob in der Kommunalverwaltung, bei Stadtwerken, im sozialen Bereich oder in technischen Diensten – kommunale Stellenangebote bieten vielfältige Karrierewege für Fach- und Führungskräfte. Mehr über Gehälter in der Kommunalverwaltung und weitere Karrierevorteile im öffentlichen Dienst finden Sie in unseren weiterführenden Ratgebern.

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