Als Verwaltungsfachangestellte stehen Ihnen nach der verwaltungsfachangestellte weiterbildung zahlreiche Karrierewege offen, die Ihr Gehalt um bis zu 1.200 Euro monatlich steigern können. Von der Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt bis hin zur Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst – die Weiterbildungsmöglichkeiten in der Verwaltung sind vielfältig und bieten beste Aufstiegschancen. Entdecken Sie jetzt die spannendsten Optionen für Ihre berufliche Entwicklung im öffentlichen Dienst.
- Überblick: Weiterbildungsmöglichkeiten für Verwaltungsfachangestellte
- Verwaltungsfachwirt: Der klassische Aufstieg
- Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst
- Fachspezifische Fortbildungen und Spezialisierungen
- Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten
- Karriereaussichten und Gehaltsverbesserungen
- Häufig gestellte Fragen zur Weiterbildung
- Fazit: Ihre nächsten Schritte zur Weiterbildung
Überblick: Weiterbildungsmöglichkeiten für Verwaltungsfachangestellte
Nach Ihrer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten eröffnen sich Ihnen vielfältige Wege der beruflichen Weiterentwicklung. Die verwaltungsfachangestellte weiterbildung ist der Schlüssel zu höheren Positionen und besserer Bezahlung im öffentlichen Dienst. Laut Statistischem Bundesamt absolvieren jährlich über 15.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst eine berufliche Fortbildung.
Strukturierte Weiterbildungswege
Die Weiterbildungsmöglichkeiten lassen sich in drei Hauptkategorien unterteilen: Aufstiegsfortbildungen, Anpassungsfortbildungen und Umschulungen. Aufstiegsfortbildungen führen zu höheren Qualifikationen und ermöglichen den Wechsel in besser bezahlte Entgeltgruppen oder Besoldungsgruppen. Anpassungsfortbildungen erweitern Ihr Fachwissen in spezifischen Bereichen, während Umschulungen einen kompletten Berufswechsel ermöglichen.
Zeitlicher Rahmen und Durchführung
Die meisten Weiterbildungen für Verwaltungsfachangestellte dauern zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Dabei können Sie zwischen Vollzeit-, Teilzeit- und berufsbegleitenden Formaten wählen. Viele kommunale Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter aktiv bei der beruflichen Weiterbildung durch Freistellung und finanzielle Förderung.
Verwaltungsfachwirt: Der klassische Aufstieg
Die Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt (Fortbildungslehrgang I) gilt als der klassische Karriereschritt für Verwaltungsfachangestellte. Diese Fortbildung qualifiziert Sie für Führungs- und Fachaufgaben und ermöglicht den Aufstieg in höhere Entgeltgruppen des TVöD.
Zugangsvoraussetzungen und Inhalte
Für den Verwaltungsfachwirt benötigen Sie eine abgeschlossene verwaltungsfachangestellte ausbildung und mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der verwaltung. Die Weiterbildung umfasst Themen wie Verwaltungsrecht, Personalwesen, Haushalts- und Rechnungswesen sowie Führung und Organisation. Der Lehrgang dauert in der Regel 18 bis 24 Monate und schließt mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.
Gehaltsverbesserung nach der Fortbildung
Mit der Qualifikation als Verwaltungsfachwirt können Sie in die Entgeltgruppe E 9 des TVöD aufsteigen. Das bedeutet eine Gehaltsverbesserung von bis zu 800 Euro brutto monatlich. Gemaess TVöD-Tabelle 2026 liegt das Einstiegsgehalt in E 9 bei 3.180 Euro brutto, während E 6 (typische Eingruppierung für Verwaltungsfachangestellte) bei 2.629 Euro startet.
| Qualifikation | Entgeltgruppe | Einstiegsgehalt 2026 | Endgehalt 2026 |
|---|---|---|---|
| Verwaltungsfachangestellte/r | E 6 | 2.629 Euro | 3.070 Euro |
| Verwaltungsfachwirt | E 9 | 3.180 Euro | 3.714 Euro |
| Verwaltungsbetriebswirt | E 11 | 3.508 Euro | 4.105 Euro |

Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst
Ein besonders attraktiver Weiterbildungsweg ist die Erlangung der Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst. Diese Qualifikation eröffnet Ihnen den Zugang zu Beamtenlaufbahnen und damit zu einer deutlich besseren Besoldung sowie zusätzlichen Sicherheiten.
Studium im öffentlichen Dienst
Für die Laufbahnbefähigung können Sie ein Bachelor-Studium im Bereich Public Administration oder Verwaltungswissenschaften absolvieren. Viele Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung bieten spezielle Programme für Berufstätige an. Das Studium dauert in der Regel drei bis vier Jahre und kann berufsbegleitend oder in Vollzeit absolviert werden.
Vorbereitungsdienst und Verbeamtung
Nach erfolgreichem Studienabschluss folgt ein zweijähriger Vorbereitungsdienst (Referendariat) für den gehobenen Dienst. Mit diesem Abschluss kannst du dich für Positionen in der Besoldungsgruppe A 9 bis A 12 bewerben. Mehr Informationen zum Verbeamtungsprozess finden Sie in unserem Artikel Wie wird man verbeamtet?
Gehaltsaussichten als Beamter
Die Verbeamtung bringt erhebliche finanzielle Vorteile mit sich. Ein Beamter in A 9 verdient 2026 zwischen 2.750 und 3.100 Euro brutto monatlich, zusätzlich kommen die Vorteile der Beamtenversorgung hinzu. Im Vergleich zu einer Angestelltentätigkeit in E 9 ergibt sich durch geringere Sozialabgaben ein Nettovorteil von etwa 300-400 Euro monatlich.
Fachspezifische Fortbildungen und Spezialisierungen
Neben den klassischen Aufstiegsfortbildungen bieten sich zahlreiche fachspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten, die Ihre Expertise in bestimmten Verwaltungsbereichen vertiefen und neue Karrierechancen eröffnen.
Spezialisierung nach Fachbereichen
Je nach Ihren beruflichen Interessen und der Ausrichtung Ihrer Kommune können Sie sich auf verschiedene Bereiche spezialisieren. Beliebte Spezialisierungen umfassen Sozialwesen, Baurecht und -verwaltung, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen oder IT-Verwaltung. Diese Spezialisierungen werden oft durch die agentur arbeit oder andere Bildungsträger angeboten.
Zertifikatslehrgänge und IHK-Abschlüsse
Kürzere Zertifikatslehrgänge erweitern Ihr Fachwissen gezielt und verbessern Ihre Aufstiegschancen. Beliebte Zertifikate sind beispielsweise Datenschutzbeauftragte/r, Personalfachkaufmann/-frau (IHK) oder Bilanzbuchhalter/in (IHK). Diese Qualifikationen sind oft in wenigen Monaten erreichbar und werden von den meisten Arbeitgebern im öffentlichen Dienst geschätzt.
Digitale Kompetenzen ausbauen
Die Digitalisierung der Verwaltung schreitet voran und schafft neue Jobprofile. Weiterbildungen in IT-Verwaltung, E-Government oder Projektmanagement sind zukunftssichere Investitionen. Viele dieser Fortbildungen können Sie online absolvieren und mit Ihrem aktuellen Job kombinieren.

Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten
Die Finanzierung einer verwaltungsfachangestellte weiterbildung muss kein Hindernis sein. Es gibt zahlreiche Förderprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten, die Ihnen den Weg zur beruflichen Weiterbildung ebnen.
Arbeitgeberförderung im öffentlichen Dienst
Die meisten kommunalen Arbeitgeber fördern die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter aktiv. Dies umfasst oft eine teilweise oder vollständige Kostenübernahme sowie Freistellungen für Präsenzphasen und Prüfungen. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Vorgesetzten über Ihre Weiterbildungspläne – viele Kommunen haben eigene Bildungsbudgets für Mitarbeiterentwicklung.
Öffentliche Förderprogramme
Das Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) unterstützt Aufstiegsfortbildungen wie den Verwaltungsfachwirt mit bis zu 15.000 Euro. Davon sind bis zu 50 Prozent als Zuschuss und der Rest als zinsgünstiges Darlehen verfügbar. Zusätzlich gibt es Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit und länderspezifische Förderprogramme.
Steuerliche Absetzbarkeit
Alle berufsbezogenen Weiterbildungskosten können Sie als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Dies umfasst Lehrgangsgebühren, Fachliteratur, Fahrtkosten und gegebenenfalls Übernachtungskosten. Bei einer beruflichen Weiterbildung sind oft mehrere tausend euro absetzbar.
- Schritt 1: Bedarfsanalyse durchführen – Identifizieren Sie Ihre beruflichen Ziele und passende Weiterbildungen.
- Schritt 2: Fördermöglichkeiten prüfen – Informieren Sie sich über Aufstiegs-BAföG und Arbeitgeberförderung.
- Schritt 3: Gespräch mit dem Arbeitgeber – Besprechen Sie Ihre Pläne und mögliche Unterstützung.
- Schritt 4: Anträge stellen – Beantragen Sie rechtzeitig alle verfügbaren Förderungen.
- Schritt 5: Weiterbildung beginnen – Starten Sie motiviert in Ihre berufliche Weiterentwicklung.
Karriereaussichten und Gehaltsverbesserungen
Eine systematische Weiterbildung zahlt sich in der öffentlichen Verwaltung besonders aus. Die strukturierten Laufbahnen und das transparente Entgeltsystem des TVöD belohnen zusätzliche Qualifikationen mit höherer Eingruppierung und besserer Bezahlung.
Konkrete Gehaltssprünge durch Weiterbildung
Die Gehaltsverbesserungen durch Weiterbildung sind im öffentlichen Dienst gut kalkulierbar. Ein Verwaltungsfachwirt kann mit einer Steigerung von 400-800 Euro brutto monatlich rechnen, ein Verwaltungsbetriebswirt sogar mit bis zu 1.200 Euro. Über die gesamte Berufslaufbahn betrachtet, kann eine Weiterbildung zu Mehreinnahmen von über 200.000 Euro führen.
Führungspositionen und Fachkarriere
Mit entsprechenden Qualifikationen stehen Ihnen sowohl Führungspositionen als auch spezialisierte Fachkarrieren offen. Als Abteilungsleiter/in oder Sachgebietsleiter/in können Sie Teams führen und strategische Entscheidungen treffen. Alternativ ermöglichen Fachspezialisierungen eine Expertenkarriere in Bereichen wie Vergaberecht, IT-Verwaltung oder Projektmanagement.
Jobsicherheit und Arbeitsplatzgarantie
Kurz gesagt: Der öffentliche Dienst bietet eine hohe Arbeitsplatzsicherheit, die durch Weiterbildung noch verstärkt wird. Qualifizierte Fachkräfte sind in der Verwaltung sehr gesucht, und die demografische Entwicklung sorgt für zusätzliche Nachfrage. Entdecken Sie aktuelle kommunale Stellenangebote und finden Sie Positionen, die Ihre erworbenen Qualifikationen wertschätzen.
| Position | Durchschnittsgehalt 2026 | Erforderliche Weiterbildung | Karrierestufe |
|---|---|---|---|
| Sachbearbeiter/in (E 6) | 2.850 Euro | Grundausbildung | Einstieg |
| Verwaltungsfachwirt/in (E 9) | 3.450 Euro | Fortbildungslehrgang I | Erfahren |
| Sachgebietsleiter/in (E 11) | 3.800 Euro | Verwaltungsbetriebswirt | Führung |
| Abteilungsleiter/in (E 13-15) | 4.500-5.200 Euro | Studium/gehobener Dienst | Management |
Häufig gestellte Fragen zur Weiterbildung
Wie lange dauert eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt?
Die Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt dauert in der Regel 18 bis 24 Monate. Sie kann berufsbegleitend in Teilzeit oder als Vollzeitlehrgang absolviert werden. Die meisten Anbieter bieten flexible Zeitmodelle an, die sich gut mit der Berufstätigkeit vereinbaren lassen.
Kann ich eine Weiterbildung auch ohne Abitur machen?
Ja, für die meisten Aufstiegsfortbildungen wie den Verwaltungsfachwirt benötigen Sie kein Abitur. Ausreichend sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und entsprechende Berufserfahrung. Für ein Studium im gehobenen Dienst gibt es mittlerweile auch Zugangswege ohne Abitur über berufliche Qualifikationen.
Übernimmt mein Arbeitgeber die Kosten für die Weiterbildung?
Viele öffentliche Arbeitgeber unterstützen berufsbezogene Weiterbildungen finanziell. Die Kostenübernahme ist oft an eine Verpflichtungserklärung gekoppelt, wonach Sie nach der Weiterbildung eine bestimmte Zeit im Unternehmen bleiben müssen. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Vorgesetzten über Fördermöglichkeiten.
Welche Weiterbildung bringt die beste Gehaltsverbesserung?
Die höchsten Gehaltssprünge erzielen Sie durch Weiterbildungen, die zu höheren Entgeltgruppen führen. Der Verwaltungsfachwirt ermöglicht oft den Aufstieg von E 6 auf E 9 (ca. 600 Euro mehr), ein Studium für den gehobenen Dienst kann zu noch höheren Verbesserungen führen.
Gibt es auch Online-Weiterbildungen für Verwaltungsfachangestellte?
Ja, besonders fachspezifische Fortbildungen und Zertifikatskurse werden zunehmend online angeboten. Auch einige Anbieter von Verwaltungsfachwirt-Lehrgängen haben digitale oder hybride Formate entwickelt. Achten Sie darauf, dass die Abschlüsse anerkannt sind und den Standards entsprechen.
Fazit: Ihre nächsten Schritte zur Weiterbildung
Die verwaltungsfachangestellte weiterbildung ist Ihr Schlüssel zu einer erfolgreichen Karriere im öffentlichen Dienst. Von der klassischen Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt bis hin zum Studium für den gehobenen Dienst stehen Ihnen vielfältige Wege offen, die nicht nur Ihr Gehalt um bis zu 1.200 Euro monatlich steigern, sondern auch spannende neue aufgaben und Verantwortungen mit sich bringen. Nutzen Sie die hervorragenden Fördermöglichkeiten und die Unterstützung Ihres Arbeitgebers, um noch heute den ersten Schritt in Richtung beruflicher Weiterentwicklung zu gehen.
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